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Wissenschaft

Rind in Schottland

BSE-Fall in Großbritannien bestätigt

Es ist der erste bekannte Fall in der Region seit zehn Jahren: In Aberdeenshire in Schottland ist bei einem Rind BSE nachgewiesen worden. Gefahr für Menschen bestehe aber nicht, meldeten die Behörden.

DPA

Rind in einem deutschen Stall (Archivbild)

Donnerstag, 18.10.2018   15:39 Uhr

In Schottland ist ein Rind an der Tierseuche BSE erkrankt. Das bestätigten britische Behörden am Donnerstag. Demnach gehört das Tier zu einem Landwirtschaftsbetrieb in der Region Aberdeenshire im Nordosten Schottlands.

Offenbar scheint es sich bisher um einen Einzelfall zu handeln. Der Betrieb steht den Angaben zufolge unter Quarantäne. Derzeit versuchen Veterinäre, den Ursprung der Erkrankung herauszufinden. Bisher bestehe aber keine Gefahr für Menschen, das Fleisch sei nicht in die Nahrungskette gelangt.

"Ich habe einen entsprechenden Krisenplan der schottischen Regierung aktiviert, um unsere landwirtschaftliche Produktion zu schützen. Zudem wurde auf der Farm vorsorglich ein Bewegungsverbot für die Tiere verhängt", sagte der schottische Landwirtschaftsminister Fergus Ewing in einem Statement.

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Laut einem Bericht der "BBC" ist die Erkrankung die erste in Schottland in den vergangenen zehn Jahren. Seit 2011 seien in Großbritannien insgesamt 16 Fälle bekannt geworden, zuletzt 2015 in Wales. Auch in anderen Staaten kommt es immer mal wieder zu Nachweisen - 2014 etwa wurde die Tierseuche bei einer Kuh in Nordrhein-Westfalen entdeckt.

Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) war Mitte der Achtzigerjahre erstmals bei Kühen in Großbritannien nachgewiesen worden und breitete sich dann in ganz Europa aus. Auf dem Höhepunkt der BSE-Krise verhängte die EU 1996 ein Exportverbot für britisches Rindfleisch.

Forscher hatten zuvor nachgewiesen, dass der Verzehr von BSE-belastetem Fleisch zu einer neuen Variante der tödlich verlaufenden Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen führen kann.

Angesehene Epidemiologen warnten zunächst vor Tausenden Toten. Doch bis zum Juni 2014 sind laut Statistiken weit weniger Menschen gestorben - 229 Opfer forderte die Krankheit nach offiziellen Angaben weltweit. Unter ihnen waren 177 Briten - aber kein Deutscher. Die EU-Kommission erklärte die Seuche im Jahr 2010 für nahezu ausgerottet.

joe/Reuters

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