Schrift:
Ansicht Home:
Wissenschaft

Satellitenbild der Woche

Tasmaniens Nachbarinsel halb verbrannt

Auf der südlichen Hälfte von Cape Barren Island ist die Graslandschaft nicht mehr grün. Ein großes Feuer hat die Vegetation verbrannt. Nun züngeln die Flammen im Nordwesten der Insel weiter - da, wo die Einwohner leben.

Freitag, 20.10.2006   12:55 Uhr

Auf Cape Barren Island ist die halbe Vegetation verbrannt: Tagelang wütete ein großes Feuer. In der zweiten Oktoberwoche hatten sich zwei einzelne Feuer zu einem Großbrand vereinigt. Am 16. Oktober erreichte das von den Flammen heimgesuchte Areal ein Ausmaß von rund 78.000 Hektar, was ungefähr der Fläche von Hamburg entspricht. Das zeigen Aufnahmen von "Aqua", einem Satelliten der US-Raumfahrtbehörde Nasa.

Cape Barren Island ist die zweitgrößte Insel der Furneaux-Gruppe, einer Ansammlung von drei größeren und mehreren winzig kleinen Inseln nördlich von Tasmanien. Nicht einmal 100 Menschen leben auf Cape Barren Island. Die meisten von ihnen wohnen im Nordwesten - da, wo es danach zu brennen begann. Rot umrandet ist das Gebiet mit den aktiven Feuerstellen auf einem der Satellitenbilder, die am 15. Oktober aufgenommen wurden. Rauchschwaden ziehen nach Nordosten ab.

Wo das Feuer zuvor war, zeigt eine andere Aufnahme mit dem Moderate Resolution Imaging Sprectroradiometer (Modis) des "Aqua"-Satelliten: Dort, wo die Vegetation abgebrannt ist, erscheint das Bild rot. Grün sind hingegen die Gebiete, wo die Graslandschaft verschont geblieben ist. Auch auf diesem Bild sind die letzten noch offen züngelnden Flammen zu erkennen (orange), ebenso der Ozean (fast schwarz) und Wolken (hellblau). Die Farben auf diesem Satellitenbild kamen zustande, weil das Gerät mit sichtbarem und infraroten Licht gearbeitet hat.

fba

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung
TOP